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Herzog Tassilo III. (748 - 788)

Letzter Baiernherzog aus dem Geschlecht der  Agilolfinger. Diese Adelsfamilie gehörte zu den mächtigsten im Frankenreich und hatte enge Beziehungen nach Burgund und ins langobardische Italien. Tassilo betrieb eine sehr aktive Landesentwicklungspolitik. Dazu gehörten insbesondere zahlreiche Klostergründungen. Der stammesrechtlich abgesicherte, königsgleiche Status des Baiernherzogs brachte Tassilo dann aber immer wieder in Konflikt mit den fränkischen Herrschern. Von seinem Vetter Karl dem Großen wurde der Baier schließlich entmachtet und mitsamt seiner Familie zu lebenslanger Klosterhaft verurteilt. Der gute Ruf des Baiernherzogs hat sich aber dennoch bis heute erhalten. Ganz besonders im süddeutschen Sprachraum genießt Tassilo  vielerorts eine fast heiligenmäßige Verehrung.
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TASSILO HEUTE

Weiterführende Literatur:
J. Jahn, Ducatus Baiuvariorum. Das bairische Herzogtum der Agilolfinger, Stuttgart 1991.

Tassilo-Kelch: Original zu besichtigen im österreichischen Kremsmünster!